Biography
Am
Warum? Tja, dazu muss man ein bisschen weiter ausholen… Wie viel weiß man über Scheidungskinder, die regelmäßig zwischen zwei weit entfernten Städten hin und her pendeln um mal bei Mama und mal bei Papa zu sein und die darüber hinaus nicht gerade die besten Startbedingungen für ein unkompliziertes Leben mitbringen, weil sie unter ADHS und Zwangsstörungen leiden? Keine Ahnung. In Alex‘ Fall wissen wir genau so viel: seine Eltern haben sich schon in seiner frühen Kindheit scheiden lassen und was folgte muss für Alex ein Wechselspiel zwischen Sydney und Canberra gewesen sein. Auch die Schule fiel ihm alles andere als leicht, deshalb war mit 14 erst mal Schluss. Rückblickend erzählt Alex, dass er sich immer als Außenseiter gefühlt hat, der nirgends reinpasste, der Schwierigkeiten hatte zu lernen, weil scheinbar niemand wusste wie man ihm etwas beibringen soll und der daraufhin der Sache irgendwann so überdrüssig war, dass er einfach hingeworfen hat. Aber was macht man als Teenager ohne Schulabschluss und Ausbildung? Jobben. Und zwar alles Mögliche. Von der Küchenhilfe angefangen über Aushilfstätigkeiten als Gärtner, Bauhelfer, Klempner, Barkeeper… Es gibt vermutlich wenig was Alex nicht schon gemacht hat.
Sein Lieblingsjob dürfte es jedoch gewesen sein, den Rabauken vom Dienst abzugeben. Er hat es schon immer geliebt aktiv zu sein, zu skateboarden, Rampen zu bauen, zu klettern und sich die Knie aufzuschürfen. Sein Hang zu Extremsportarten ist eines der Dinge, die er auch im Erwachsenenalter nicht abgelegt hat. Er fährt noch immer Motorrad, klettert gerne, treibt allerlei Sport und seine neueste Leidenschaft ist das Surfen. Aber nochmals zurück zu ein paar entscheidenden Punkten in seinem Leben. Im jungen Alter von 20 Jahren wurde Alex selbst Papa eines kleinen Sohnes namens Saxon.
Saxon kam
Er hatte zwar zuvor schon an einigen kleineren Theateraufführungen mitgewirkt, doch eines Tages meinte ein guter Freund zu ihm: „Du bist Schauspieler, das weißt du. Und wenn du dieses Talent nicht nutzt, bist du ganz schön dämlich.“ Alex sagte über die damalige Zeit später in seinem Leben, dass er sich Theaterstücke, Kinofilme, Shows und Aufführungen angesehen hat und den Saal danach mit einem leeren, nostalgischen Gefühl verlassen hat, das ihm keiner nehmen und das er niemandem erklären konnte. Er musste selbst in diese Welt des Schauspiels eintauchen um ein Teil dessen zu werden, was er „Geschichten erzählen“ nennt um „den Zuschauer auf eine Reise mitzunehmen“ . Wer Alex in Late Night Talkshows und anderen Interviews schon einmal beim Anekdoten Erzählen zugesehen hat, weiß vermutlich, was damit gemeint ist. Kein noch so kleines Erlebnis, das Alex nicht mit vollem Körpereinsatz, Mimik, Gestik und einer riesigen Portion Humor nacherzählen könnte, ohne dass die Zuschauer gebannt an seinen Lippen hängen und mehr von ihm hören wollen. Also tat er einen Schritt, der zukunftsweisend sein sollte, und bewarb sich am National Institute for Dramatic Arts in Sydney (NIDA) um einen Studienplatz für eine 3-jährige Schauspielausbildung . Trotz mehrerer hundert Bewerbungen, die jährlich an der NIDA eingehen, schaffte es Alex, sich einen Platz zu ergattern und die Aufnahmeprüfungen zu bestehen. Seien wir mal ehrlich: das grenzt an Wunder, wenn man seinen Lebenslauf bis dato einmal genau unter die Lupe nimmt. Und das wiederum unterstreicht das Talent, das man bereits damals in ihm gesehen hat.
In
In dieser Zeit ging es mächtig rund in Alex‘ Karriere. Er flimmerte in seiner ersten Rolle, die ihm tausende Fans weltweit brachte (und bis zum heutigen Tag immer noch weitere, neue ans Alex-Ufer spült…) über die Bildschirme. Vampirdetektiv Mick St. John. An dieser Stelle ist es erlaubt, ganz kurz ins Traumland zu verschwinden – allerdings nur um sofort wieder aufzuwachen. Denn das Glück von
Moonlight
war nach nur einer Staffel vorbei und es wurde erst mal still um Alex. Zumindest wenn man das ohrenbetäubende Wehklagen der Moonlight-Fans ausblendet, das die Serie leider auch nicht zurückholen konnte. Seinen ersten öffentlichen Auftritt nach dieser Durststrecke hatte Alex bei der Noche de Niños Gala 2009 neben Jennifer Lopez, mit der er später
The Back-Up Plan
drehte. Er sah ausgezehrt aus… Und irgendwann erfuhr man auch weshalb, als Alex während der Promo für seine neue Serie Three Rivers bei Late Talker Craig Ferguson von seinem Mexiko Urlaub erzählte. Dort handelte er sich, damals noch mit Holly als Urlaubsbegleitung, eine Lebensmittelvergiftung ein, die sehr viel schlimmer wohl nicht hätte ausfallen können (Botulismus). Es dauerte einige Monate bis er sich wieder vollständig davon erholt hatte. Und zack, kam der nächste Tiefpunkt, mit der verfrühten Absetzung seiner Arztserie
Three Rivers
. Zumindest eine bleibende Bereicherungen für sein Leben hat er aus dieser Zeit jedoch mitgenommen: den Titel
Es gibt TV-Kenner, die sagen, Alex hätte nichts besseres passieren können, als mit CBS so einen starken Netzwerkpartner an seiner Seite zu haben, der ihn halten und halten und weiterhin halten möchte, bis er auf Biegen und Brechen irgendwann in die Serie hineinfindet, die ihm den verdienten Erfolg bringt. Vielleicht hat er sie mittlerweile gefunden. Oder bessergesagt: sie hat ihn gefunden. Die Rolle als Steve McGarrett im
TV-Remake Hawaii Five-0
wurde ihm noch
©www.alex-o-loughlin.de